Stabile Miete gegen Gebühr – Immobilienkonzern bietet Kunden eine Garantie an

News veröffentlicht am 16. April 2018, von Mietrecht.com

Düsseldorf. Der Vermieter LEG-Immobilien bietet den Mietern seiner rund 130.000 Wohnungen eine stabile Miete gegen eine Gebühr an. Für zehn Euro mehr soll sich die Miete die nächsten zwei Jahre nicht erhöhen.

Garantie für zehn Euro im Monat mehr

Ein großer Immonbilienkonzern bietet seinen Kunden eine stabile Miete gegen eine Gebühr an.

Ein großer Immonbilienkonzern bietet seinen Kunden eine stabile Miete gegen eine Gebühr an.

Das Problem steigender Mieten beschäftigt besonders in Deutschlands Großstädten Mieter, Vermieter und Politiker. Der Düsseldorfer Immobilienkonzern LEG Immobilien – mit 130.000 Wohnungen einer der fünf größten Vermieter der Bundesrepublik – hat seinen Mietern nun einen „Deal“ angeboten:

Für zwei Jahre soll sich die Miete nicht erhöhen. Für diese stabile Miete fällt eine Gebühr an – zehn Euro monatlich mehr.

Maßnahme zur Kundenbindung

Laut LEG soll die stabile Miete gegen Gebühr eine Maßnahme zur Kundenbindung sein. Außerdem komme es dem Bedarf der Mieter nach mehr Planungssicherheit entgegen. Besonders im Westen wurden bereits Rundschreiben zu der Maßnahme verteilt. Die Haushalte haben ab Erhalt zwei Wochen Zeit, um dem Modell „Stabile Miete gegen Gebühr“ zuzustimmen.

Angebot lohnt sich nicht für jeden

Lohnt sich die stabile Miete gegen eine Gebühr von zehn Euro mehr Miete im Monat? Mieter sollten das auf jeden Fall nachrechnen.

Lohnt sich die stabile Miete gegen eine Gebühr von zehn Euro mehr Miete im Monat? Mieter sollten das auf jeden Fall nachrechnen.

Die zweiwöchige Frist ist ein Aspekt, den der Deutsche Mieterbund (DMB) kritisch sieht. Denn ob sich eine stabile Miete gegen eine Gebühr wirklich lohnt, ist vom Einzelfall abhängig.

Mieten dürfen in der Regel nur bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete erhöht werden – diese wird in vielen Städten vom Mietenspiegel geregelt. Auch muss ein Vermieter geltende Kappungsgrenzen beachten. In den Bundesländern dürfen die Mieter innerhalb von drei Jahren höchstens um 15 bis 20 Prozent erhöht werden. Ist eine der Sachlagen erfüllt, droht dem Mieter in der Regel keine Mieterhöhung.

Wer sich auf eine stabile Miete gegen eine Gebühr von zehn Euro monatlich mehr einlässt, könnte ein schlechtes Geschäft machen. Gesetzt dem Fall, dass er bereits den maximalen Betrag an Miete für seine Wohnung zahlt.

Ob sich die stabile Miete gegen eine Gebühr lohnt, muss also sorgsam überlegt werden – doch in den zwei Wochen bleibt den Mietern nicht viel Zeit um sich, beispielsweise vom Mieterverein, beraten zu lassen.

Die LEG sieht das Problem einer zu kurzen Frist hingegen nicht und verweist auf eine gewisse Selbstständigkeit der Mieter. Ein Sprecher sagte der Süddeutschen Zeitung:

Selbstverständlich können unsere Mieter sich immer am jeweiligen Mietspiegel orientieren und abwägen, ob sie unser Angebot annehmen möchten – oder gegebenenfalls auch nicht.“

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