Kündigung wegen Eigenbedarf – Doch der Mieter zieht nicht aus

Kündigung wegen Eigenbedarf: Was kann der Vermieter tun, wenn der Mieter nicht auszieht?

Was passiert bei einer Kündigung wegen Eigenbedarf und der Mieter zieht nicht aus?
Was passiert bei einer Kündigung wegen Eigenbedarf und der Mieter zieht nicht aus?

Was kann ein Vermieter tun, wenn die Kündigung wegen Eigenbedarf besteht, der Mieter jedoch, zieht nicht aus? Was sieht das Mietrecht in diesem Fall vor? Wie sieht es mit den Fristen und der Nutzungsentschädigung in diesem Fall aus? Welche Rechte haben Vermieter bei einer Eigenbedarfskündigung? Diese Fragen sollen nachfolgend erläutert und geklärt werden.

Wenn das Mietverhältnis gekündigt ist, hat der Mieter, nach Ablauf der Kündigungsfrist, keinen Anspruch auf Verbleib in der Mietsache mehr. Es kommt jedoch immer wieder vor, dass ein gekündigter Mieter nicht auszieht. Dies betrifft nicht nur fristlose Kündigungen, sondern auch ordentliche Kündigungen wegen Eigenbedarf.


Ist das Haus oder die Wohnung vermietet und soll Eigenbedarf angemeldet werden, muss dem Mieter eine Kündigung wegen Eigenbedarf ausgehändigt werden. Ist die Eigenbedarfskündigung wirksam und der Mieter zieht nicht aus, kann es zu Problemen kommen. Bei einer wirksamen Kündigung hat der Mieter die Mietsache zum Ende der Kündigungsfrist zu verlassen und zu räumen.

Rechtliche Möglichkeiten für den Vermieter

Eigenbedarf: Der Mieter zieht nicht aus, dennoch gelten Fristen.
Eigenbedarf: Der Mieter zieht nicht aus, dennoch gelten Fristen.

Der Mieter zieht trotz Eigenbedarfskündigung nicht aus? Was ist hier rechtlich möglich? Der Vermieter hat eine Kündigung wegen Eigenbedarf ausgesprochen. Der Mieter zieht jedoch nicht aus. Sowohl bei fristlosen Kündigungen, als auch bei Eigenbedarfskündigungen kommt es immer öfter zu Widersprüchen, die langwierige Verfahren nach sich ziehen können und es ermöglichen, dass der Mieter nicht auszieht.

Ist die Kündigungsfrist abgelaufen und der Mieter zieht dennoch nicht aus, obwohl der Eigenbedarf berechtigt ist, darf der Vermieter nicht abwarten, sondern muss selbst tätig werden. Dies kann für den Vermieter jedoch Folgen haben. Das Mietverhältnis wird auf unbestimmte Zeit verlängert, wenn der Vermieter der weiteren Nutzung nach Ablauf der Kündigungsfrist nicht widerspricht.
Im Paragraphen 545 S.1 des Bürgerlichen Gesetzbuch wird bestimmt:

Setzt der Mieter nach Ablauf der Mietzeit den Gebrauch der Mietsache fort, so verlängert sich das Mietverhältnis auf unbestimmte Zeit, sofern nicht eine Vertragspartei ihren entgegenstehenden Willen innerhalb von zwei Wochen dem anderen Teil erklärt. Die Frist beginnt
1. für den Mieter mit der Fortsetzung des Gebrauchs,
2. für den Vermieter mit dem Zeitpunkt, in dem er von der Fortsetzung Kenntnis erhält.“

Das heißt der Vermieter muss der weiteren Nutzung innerhalb von zwei Wochen widersprechen, wenn die Kündigungsfrist abgelaufen ist. Findet kein Widerspruch statt, wird dies als stillschweigende Vereinbarung zur Fortsetzung des Mietverhältnisses angesehen. Diese Vereinbarung kommt mit der Nutzung durch den Mieter und die Duldung durch den Vermieter zustande. Es ist auch nicht erforderlich, dass beide Parteien das Mietverhältnis auch fortsetzen wollen.

Der Bundesgerichtshof hat dies in einem Urteil vom 16.09.1987 festgelegt (BGH, 16.09.1987 – VIII ZR 156/86).

Der Widerspruch gegen die weitere Nutzung kann vom Vermieter bereits im Kündigungsschreiben formuliert werden. Auch wenn zwischen dem Kündigungsschreiben und dem Ende der Kündigungsfrist ein längerer Zeitraum liegt, ist solch ein vorsorglicher Widerspruch sinnvoll.
Dies verhindert von Anfang an eine stillschweigende Fortsetzung des Mietverhältnisses, auch wenn die Eigenbedarfskündigung vorliegt. Der Mieter zieht nicht aus, dennoch hat der Vermieter der weiteren Nutzung widersprochen.
Kann vorkommen: Der Mieter zieht trotz einer Eigenbedarfskündigung nicht aus.
Kann vorkommen: Der Mieter zieht trotz einer Eigenbedarfskündigung nicht aus.

Ein Widerspruch gegen die Nutzung liegt im Kündigungsschreiben auch dann vor, wenn der Vermieter den Mieter auffordert, die Wohnung zu einem bestimmten Zeitpunkt zu verlassen und zu räumen.

Versäumt ein Vermieter seinen entgegenstehenden Willen dem Mieter gegenüber zu äußern, wird die Kündigung des Mietvertrages unwirksam. Dieses Mietverhältnis kann dann nur durch eine erneute Kündigung beendet werden. Hier muss erneut die gesetzliche Kündigungsfrist beachtet werden.

Der Vermieter muss bei der Formulierung des Widerspruchs jedoch Einiges beachten. Die Widerspruchsfrist beträgt zwei Wochen. Sie beginnt ab dem Zeitpunkt, ab dem der Vermieter Kenntnis von der Fortsetzung der Nutzung erhält. Der Vermieter muss ausdrücklich erklären, dass er mit der weiteren Nutzung und der damit verbundenen Fortsetzung des Mietverhältnisses durch den Mieter nicht einverstanden ist.

Die Erklärung muss nicht unbedingt schriftlich erfolgen, sondern kann auch mündlich oder durch schlüssiges Handeln erfolgen. Eine schriftliche Erklärung kann jedoch als Beweis hilfreich sein.

In folgenden Fällen sollte ein Vermieter immer der weiteren Nutzung widersprechen:

  • Eigenbedarfskündigung – Mieter zieht nicht aus
  • Fristlose Kündigung – Mieter zieht nicht aus
  • Befristeter Mietvertrag – Mieter zieht nicht aus
  • Räumungsklage – Mieter zieht nicht aus
  • Zwangsversteigerung – Mieter zieht nicht aus

Stellt der Auszug eine finanzielle Belastung dar und zieht der Mieter daher nicht aus, kann unter anderem der Mieterverein Möglichkeiten und Informationen für einen Übernahme der Kosten zur Verfügung stellen. Bei einer Kündigung wegen Eigenbedarf und der Mieter zieht nicht aus, gibt es selten Gründe, die bei einer gerechtfertigten Kündigung den Verbleib in der Wohnung unterstützen.

Kann die Härtefallregelung, die sogenannte Sozialklausel, nicht angewendet werden, kann der Mieter keine weiteren Rechte auf Verbleib geltend machen.

Eigenbedarf, Widerspruch gegen die Nutzungsfortsetzung, Räumungsaufforderung

Der Mieter zieht nicht aus, der Eigenbedarf ist jedoch berechtigt? Hat der Vermieter eine berechtigte Eigenbedarfskündigung ausgesprochen und auch den Widerspruch gegen eine Fortsetzung der Nutzung durch den Mieter formuliert, kann er, bevor er weitere rechtliche Schritte einleitet, den Mieter auffordern, die Wohnung zu räumen.

Erfolgt diese Aufforderung nicht, kann es sein, dass die eventuell folgende Klage des Vermieters abgewiesen wird. In diesem Fall fehlt das für die Klage wichtige Rechtsschutzbedürfnis. Die Aufforderung zur Räumung, wenn der Mieter nicht auszieht – trotz Kündigung und Widerspruch gegen die Nutzungsfortsetzung – kann bereits im Kündigungschreiben oder im Widerspruch erfolgen. Die Aufforderung kann jedoch auch einzeln an den Mieter gerichtet werden.

Es wird empfohlen, auch wenn die Aufforderung zur Räumung bereits im Kündigungsschreiben formuliert wurde, diese mindestens ein weiteres Mal zu wiederholen. Dies wird besonders dann angeraten, wenn der Vermieter Kenntnis davon erlangt, dass der Mieter nach Ablauf der Kündigungsfrist nicht auszieht. Hat der Mieter keinen Anspruch auf Widerspruch oder auf Gewährung einer Räumungsfrist, sollte die Aufforderung auch wiederholt werden.
Ein Mieter zieht nicht aus, dennoch kann Eigenbedarf geltend gemacht werden.
Ein Mieter zieht nicht aus, dennoch kann Eigenbedarf geltend gemacht werden.

Gerade im Fall von einer Kündigung wegen Eigenbedarf und der Mieter zieht nicht aus, sollte der Vermieter prüfen, ob die Eigenbedarfskündigung wirksam ist.

Ist der Eigenbedarf nicht gegeben, wird die Kündigung unwirksam und der Mieter kann die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen. Der Mieter hat darüber hinaus auch ein Widerspruchsrecht, wenn der Auszug aus der Wohnung für ihn und/oder seine Familie und Haushaltsangehörigen eine Härte bedeuten würde. Ist eine besondere Härte gegebenen, dann kann die Würdigung der berechtigen Interessen des Vermieters nicht berücksichtigt werden.

Die Widerspruchsmöglichkeit des Mieters ist im § 574 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt:

(1) Der Mieter kann der Kündigung des Vermieters widersprechen und von ihm die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen, wenn die Beendigung des Mietverhältnisses für den Mieter, seine Familie oder einen anderen Angehörigen seines Haushalts eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu rechtfertigen ist. Dies gilt nicht, wenn ein Grund vorliegt, der den Vermieter zur außerordentlichen fristlosen Kündigung berechtigt.
(2) Eine Härte liegt auch vor, wenn angemessener Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen nicht beschafft werden kann.

Eine besondere Härte kann unter anderem der Fall sein, wenn es sich um ältere, kranke oder schwangere Personen handelt. Es kann sich zum Beispiel auch um einen Härtefall handeln, wenn der Mieter Kinder im Schulalter hat und diesen ein Schulwechsel nicht zumutbar ist. Auch ein unzureichendes Einkommen oder sogar ein bevorstehendes Examen können als Härtefall bewertet werden.

Der Mieter muss seine Interessen jedoch in Form eines Widerspruchs gegen die Kündigung anbringen. Tut er dies nicht, werden seine Interessen nicht berücksichtigt und er muss nach Beendigung des Mietverhältnisses die Mietsache zurückgeben.

Hat der Mieter Widerspruch eingelegt, muss der Vermieter diesen prüfen. Ist der Widerspruch wirksam, besteht die Verpflichtung zum Abschluss einer Fortsetzungsvereinbarung. Prüft der Vermieter die Ansprüche des Mieters nicht, kann eine spätere Räumungsklage, trotz berechtigter Eigenbedarfsansprüche, abgewiesen werden, wenn der Widerspruch des Mieters berechtigt war.

Räumungsfristen: Wann müssen diese gewährt werden?

Problem: Widerspruch gegen die Eigenbedarfskündigung und der Mieter zieht nicht aus.
Problem: Widerspruch gegen die Eigenbedarfskündigung und der Mieter zieht nicht aus.

Neben dem Widerspruch hat ein Mieter auch die Möglichkeit eine Räumungsfrist zu beantragen. Dies kann er außergerichtlich tun oder während des Verfahrens, sollte es zu einem solchen kommen. Die Beantragung einer Räumungsfrist wird oft dann vollzogen, wenn kein Widerspruchsrecht auf Seiten des Mieters vorliegt.

Der Mieter zieht nicht sofort aus und kann nach Beendigung des Mietverhältnisses bis zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Wohnung verbleiben. Die Einräumung einer Räumungsfrist wirkt sich, im Gegensatz zu einer Fortsetzung nach erfolgreichem Widerspruch, nicht auf die Dauer des Mietverhältnisses aus. Das Mietverhältnis ist beendet, wenn die Kündigungsfrist abgelaufen ist.

Der Vermieter kann jedoch bis zum Ablauf der Räumungsfrist vom Mieter keine Räumung der Mietsache verlangen. Ist die Räumungsfrist zwischen dem Vermieter und Mieter vereinbart oder wurde diese durch ein Gericht festgelegt, besteht ein Vollstreckungshindernis. Der Mieter zieht währenddessen nicht aus und kann auch dazu nicht aufgefordert werden. Erst nach Ablauf der Räumungsfrist muss der Mieter die Wohnung geräumt haben.

Beantragt der Mieter eine Räumungsfrist schon vor einem Verfahren beim Vermieter, sollte dieser prüfen, ob die Räumungsfrist gewährt werden kann. Die Ablehnung der Räumungsfrist führt nicht zur Ablehnung der Räumungsklage, allerdings kann das Gericht die Frist im Urteil festschreiben.

Während dieser Zeit muss der Vermieter jedoch nicht unbedingt mit finanziellen Ausfällen rechnen. Denn obwohl das Mietverhältnis beendet ist und der Mieter keine Miete zahlen muss, ist er für die Zeit der Nutzung zu einer Nutzungsentschädigung meist in Höhe der vereinbarten Miete verpflichtet.

Wenn alle Mittel ausgeschöpft sind: Weitere Möglichkeiten

Wenn eine Kündigung auf Eigenbedarf vorliegt, aber der Mieter zieht weiterhin nicht aus, kann die Räumungsklage der letzte Schritt sein. Eine außergerichtliche Einigung bedeutet oftmals weniger Aufwand und ist meist auch kostengünstiger. Ein Mieter zieht, trotz Eigenbedarfskündigung, nicht schneller aus, wenn mit der Aufforderung unnötige Zwänge einhergehen. Ein Anwalt kann hier meist beratend zur Seite stehen und seine Hilfe anbieten.

Kündigung bei Eigenbedarf: Der Mieter zieht nicht aus und muss mit einer Klage rechnen.
Kündigung bei Eigenbedarf: Der Mieter zieht nicht aus und muss mit einer Klage rechnen.

Können sich die Parteien nicht außergerichtlich einigen, hat der Vermieter nur noch die Möglichkeit eine Räumungsklage einzureichen.

Die Räumung der Wohnung darf der Vermieter auf keinen Fall selbst durchführen und diese eigenmächtig in Besitz nehmen. Der Vermieter macht sich nach § 585 des BGB schadenersatzpflichtig. Des Weiteren macht er sich strafbar, da es sich hier um Hausfriedensbruch handelt oder sogar um Nötigung. Sind sich Vermieter unsicher, wie sie in Bezug auf das Verhalten des Mieters vorgehen können, ist der Rat von einem Anwalt immer empfehlenswert.

Ergeht vor Gericht ein Urteil, das den Mieter zur Räumung der Wohnung auffordert, liegt ein Räumungstitel vor. Mit diesem hat der Vermieter das Recht, den Mieter zur sofortigen Räumung, falls keine andere Frist festgesetzt wird, aufzufordern.

Ist das Urteil rechtskräftig und der Mieter zieht weiterhin nicht aus, kann der Vermieter im letzten Schritt die Zwangsvollstreckung beantragen. Nur mit dieser kann er die Wohnung rechtskräftig räumen lassen. Liegt diese vor, muss der Mieter aus dem Wohnraum ausziehen.
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41 thoughts on “Kündigung wegen Eigenbedarf – Doch der Mieter zieht nicht aus

  1. Heinzu S.

    Wenn man da die Rechte der Mieter liest ,ist man besser daran und läßt die Wohnung leer stehen.Gruß Heinz S.

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  2. Paul

    Genau so ist es…..man kann als Vermieter warten bis man schwarz wird weil die Mieter mit allem möglichen Zeug durch kommen. Wir haben für unseren Sohn Eigenbedarf geltend gemacht, im Februar war die Verhandlung, im April sollte das Urteil gesprochen werden. Das wurde verschoben wegen angeblicher, neuer Indizien und nun dürfen wir nochmal aussagen wobei der Gerichtstermin dafür inzwischen 3 mal verschoben wurde. Gekündigt haben wir letztes Jahr im September und zwar absolut korrekt, der nächste Termin ist dieses Jahr im Oktober! Man fühlt sich allein gelassen, verar…scht, muss sich beschimpfen lassen und denkt wirklich drüber nach ob man die Vermieterei besser sein läßt. Dabei möchte man selber nur etwas tun um im Alter abgesichert zu sein. Denn dann ist ja auch keiner da der einem groß weiter hilft wenn man nichts hat und man bekommt zu hören—ja hättest du doch besser mal vorgesorgt! Es läuft so einiges schief was Mieter-Vermieter Rechte angeht. Das sollte dringendst mal überdacht und vom Gesetzesgeber her überarbeitet werden. Für Mieter gibt es jede Menge was sie tun können—was können denn Vermieter tun? So gut wie nichts, selbst wenn sie im Recht sind!

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    1. Thomas

      Der Vermieter hat die Moralische Pflicht dem Mieter vor Vertragsunterzeichnung mitzuteilen dass, das zu vermietende Objekt in absehbarer Zeit als Eigenbedarf verwendet wird. Somit kann sich der Mieter darauf einstellen. Das hätte aber in vielen Fällen zur Folge das einige Objekte schwieriger zu vermieten sind. Ich als Mieter habe viel Zeit, Liebe, Herz und Geld in das jetzige Miet Haus mit Garten gesteckt. jetzt, 1,5 Jahre später wo alles schön und fertig ist, bekommen wir die Kündigung auf Eigenbedarf. Aber nicht mit mir. Der wird sich noch umschauen.

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  3. Tia

    Es ist unglaublich, dass man als Vermieter nicht das Schloss austauschen darf – dann wird man noch angezeigt wegen Hausfriedensbruch!! Es gibt eine Frist und bis dahin muss man ausgezogen sein, ansonsten wohnt man da illegal!!! Ich finde es auch UNMÖGLICH, dass die Polizei hier nicht unterstützt und anordnen darf, dass man bis zum nächsten Tag raus muss!! Was ist das bitte für ein Rechtssystem!?!?!? Ich für meinen Teil werde diese Wohnungen NIE wieder vermieten, lieber lasse ich Insekten und Ungeziefer darin wohnen, bevor man sein Eigentum nicht zurück bekommen darf und selbst die Justiz die Augen verschliesst!!!

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    1. karl

      Unglaublich wad dich Vermieter alles leisten können und wie skrupellos vor gegangen werden möchte. Am liebsten jemand auf der Straße vergammeln lassen. Vermieter haben alle Rechte und Mieter sind letzt endlich chancenlos undhaben kein Schutz vor OObdachlosigkeit. Dann einfach nicht vermieten. Aber die Geldgier ist dafür zu hoch

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  4. Petra

    Genau so sehe ich das auch. Mein jetziger Mieter soll bis zum 30.11.2017 aus unserer Wohnung raus ( ebenfalls wegen Eigenbedarf für unsere Tochter mit 2 kleinen Kindern im Alter von 1 und 4 Jahren ) !! Bis jetzt hat der Mieter noch keine neue Wohnung gefunden ( Bei uns hier stehen 100te Wohnungen frei…………… da frage ich mich nun auch , was ist wenn der nicht bis zum 30.11. raus ist und was ist dann mit meiner Tochter und den Kindern ??? Sollen die auf der Strasse leben ??? Obwohl ich Ihr und den Kindern eine Wohnung bieten kann !!?? Ich könnte platzen vor Wut….. naja knapp 6 Wochen hat er ja noch Zeit ..

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    1. Sven M.

      Wir haben genau die gleiche Situation. Unsere Mieter müssen bis zum 30.11.2018 die Wohnung verlassen. Wir brauchen die Wohnung für einen unserer Enkel. Dieser muss aus beruflichen Gründen zurück hierher in die Heimat ziehen. Da der Wohnungsmarkt sehr dünn ist, haben wir ihm unsere Wohnung zugesagt. Die Kündigung haben wir fristgerecht wegen Eigenbedarf ausgesprochen.
      Gestern haben wir nun mehr oder weniger zufällig erfahren, dass die Mieter nicht ausziehen. Rechtlich ist man als Vermieter im Falle der Kündigung wegen Eigenbedarf relativ gut gestützt/gesichert. Der Mieter hat nur in Ausnahmefällen, die er beweisen muss, eine Chance die Räumung der Wohnung zu verzögern. Leider hat recht haben in Deutschland nach wie vor nichts mit recht bekommen zu tun. Da versagt der Rechtsstaat meist auf ganzer Linie.
      Wir hoffen nun, dass der Mieter doch noch rechtzeitig die Wohnung verlässt, haben aber die Befürchtung, dass dies nicht geschehen wird.

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      1. Miumiu

        Das Vermietungsgesetz hier in Deutschland ist so was von mangelhaft. Es gibt Menschen die machen etwas aus ihren Leben. Gehen arbeiten, sparen und kaufen sich eine „ Altersabsicherung“ ( Haus). Aber leider werden fleißige und die was für diese Welt tun bestraft von den Deutschengesetz.
        Oft müssen Vermieter tausende von Euros bezahlen, damit Sie ihr Eigentum wieder bekommen. Mieter dagegen bezahlen einen betrag von unter 100€, manche auch kein cent und rennen zum Mieterschutz und machen andere das Leben schwer. Traurig aber wahr, man sollte einfach herzlos sein, alle Leute die sich kein Eigentum leisten können und sozialschwache einfach auf der Strasse leben lassen. Lieber Wohnungen alle leerstehen lassen, als die zu Vermieten.
        Es kommen jedes Jahr neue Gesetze aus, warum nicht Gesetze die mal Vermieter schützen????

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        1. Mario

          Sorry, aber warum kaufen sie dann nicht Wohnungen, die leer stehen? Achja, die sind ja teurer. Aber eine vermietete Wohnung zu kaufen, um dann den Mieter rauszuschmeißen, ist rechtlich zwar möglich, aber hochgradig unmoralisch…

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          1. Karin

            das stimmt, unsere Wohnung, die wir seit 17 Jahren bewohnen wurde nun von der [edit. v. d. Red.] verkauft, 2 Monate später Kündigung wegen Eigenbedarf, niemanden interessiert, was es alleine an Kosten bedarf, welcher Aufwand eine bezahlbare Wohnung im Umfeld zu finden, absolut unmoralisch, wie mit Mietern umgegangen wird, nur weil die Vermieter ne bewohnte Wohnung kaufen mit der Absicht, die Leute schnellstens da raus zu schmeissen, zum kotzen einfach nur und auf den Kosten bleibt der Mieter einfach mal sitzen, die wenigstens sollte man dem Vermieter aufbrummen

    2. peter h.

      wenn doch soviele wohnung in der nähe frei sind, warum nimmt deine tochter dann nicht eine von den? als vermieter sollte man auch nicht ungerecht sein, wenn man den mieter braucht dann nutzt man ihn und sobald man andersweitig seine wohnung gebrauchen kann dann will man ihn einfach herzlos vor die tür setzen?!

      Antworten
  5. Annemarie

    Ich kenne eine Frau, mit 2 Kindern. Sie wurde auch wegen Eigenbedarfs gekündigt. Etwa vor drei Jahren. Aber sie findet als alleinstehende Frau einfach keine Wohnung. Zum 31.12.2017 sollte sie ausgezogen sein. Bleibt nur die Zwangsvollstreckung.
    Einfach nur traurig 😔

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  6. Scotty

    Ich habe ebenfalls das Problem mit Mietnomaden. Mein Partner und ich haben im April 2016 ein Haus gekauft. Im Mai 2017 hätten die Mieter ausziehen sollen. Sie wohnen noch immer in unserem Haus. 🤮 Mittlerweile sind wir soweit, dass der Gerichtstermin für die Räumungsklage erstmals verschoben und dann sogar aufgehoben wurde. Mein Partner sitzt demnächst auf der Straße, da er seine kleine Wohnung ebenfalls verkauft hat und ausziehen muss. Der Witz an der Geschichte: es ist ein Ehepaar Mitte 40 ohne Kinder und beide voll berufsfähig. Sie klagen auf besondere Härte, da sie innerhalb kürzerer Zeit nicht 2x umziehen können. Aktuell lassen Sie ein Haus bauen, welches sich noch im Rohbau ohne Fenster befindet. 😡😡 nun ja; in Deutschland gilt inzwischen ein Täterschutz und kein Opferschutz. Sehr sehr traurig, wenn Mieter mehr Rechte als Vermieter haben. 😔😔😔

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    1. M. M.

      Ihr armen Vermieter, Ihr habt es ja so schwer. Den Mietzins nehmt ihr gerne… aber wenn es mal unbequem wird, geht gleich das Gejammer los.
      Warum kauft Ihr denn eine vermietete Immobilie? Erst einmal gilt “Kauf bricht Miete nicht” und das ist auch gut so. Vermietern die so “rummjammern”, furchtbar. Entweder ihr findet euch damit ab oder besser noch ihr lasst das Vermieten sein.
      Mieter sollten in ihren Rechten weiter gestärkt werden, Eigenbedarfkündigungen sollten noch schwerer durchsetzbar sein.

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      1. Vermieter

        So ein Blödsinn!
        Natürlich nehme ich den Mietzins gerne – die Mieter nehmen ja dafür auch gerne die Wohnung! Über dieses Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter gibt es ein Schriftstück, das nennt sich Vertrag. Der Mieter ist jederzeit berechtigt, den Vertrag mit einer Frist von 3 Monaten zu kündigen. Ich als Vermieter kann das lt. Vertrag zwar auch, aber die gesetzlichen Bestimmungen führen dazu, dass ich damit in 99% der Fälle niemals durchkommen würde… . Die einzige Ausnahme: eine berechtigte Kündigung wg. Eigenbedarfs.
        Genau so eine habe ich vor 5 Wochen ausgesprochen, alles korrekt, formell richtig, einwandfrei und belegbar begründet. Jetzt muss ich mir vom Mieter folgendes Angebot “gefallen lassen”: mindestens 2 Monate mehr Zeit, Kostenübernahme eines professionellen Umzugsunternehmens, Übernahme der Küche des Mieters und Übernahme der Renovierungskosten der neuen Wohnung. Zusätzlich die vorzeitige (sofortige) Rückgabe der vollständigen Kaution. Ansonsten könnte sich das Ganze “leicht um mehrere Monate in die Länge ziehen – und das will ja schließlich niemand…”. Zähneknirschend zum Telefon gegriffen und den Mieter angerufen. Auf meine Frage, was er sich denn so für die einzelnen Posten konkret vorstellen würde, kam (wie bereits gesagt nach 5 Wochen) die Ansage, “da habe ich mir noch keine Gedanken gemacht”. Ein, in meinen Augen mehr als faires, Angebot von 3.000,-€ (und die Küche will ich gar nicht) in bar und einem Monat Verlängerung wurde rundweg abgelehnt.
        Und genau DAS sind die Fälle, die mich (und wahrscheinlich andere Vermieter auch) in Zukunft dazu bringen werden, die Auswahl meiner künftigen Mieter extrem zu verschärfen! Ich habe selbst 2 kleine Kinder, und etliche Familien mit Kindern in Mietverhältnissen – kommt in Zukunft nicht mehr in die Tüte! Kleinunternehmer, wo die Frau das Büro macht, und beide deshalb “7 Tage die Woche arbeiten müssen, und somit keine Zeit zur Wohnungssuche haben – niemals wieder!
        Mir kommen nur die sogen. “DINKS” (double income no kids) mit gutem Verdienst ins Haus!
        Ich gebe mir immer Mühe, mit meinen Mietern gut auszukommen. Wenn ich aber eh immer nur der “geldgeile Vermieterarsch” bin, dann kann ich mich ja irgendwann auch einfach wie einer benehmen! Und erpressen lasse ich mich schon gar nicht.

        Antworten
        1. peter h.

          sie wiedersprechen sich! ihre miter die ihnen so probleme machen, sind doch angeblich nach ihrer aussage beide berufstätig + ohne kinder und somit die von ihnen genannten “double income no kids” mieter die sie wollen?! kein sinn!

          Antworten
      2. Ch K

        Zu M.M: Ich würde mal sagen, dass das der so ziemlich unqualifizierteste Kommentar ist, den ich je zu diesen Thema gelesen habe..

        Antworten
      3. andy

        … mietnomade… ….selbst schuld wenn du nur so ein armer mieter bist….solche wie ihr kenn ich zu haufe….nur abwohnen und wenn ihr raus seid….muss alles neu saniert werden

        Antworten
  7. Frederike B.

    Wenn man vom Freund getrennt ist und mit 36 bei den Eltern im KInderzimmer wohnt, hat ein Recht auf SEINE Wohnung. Das ist das Risiko bei Mietern.

    Antworten
  8. Safari

    Es ist traurig, dass in Rechtsstaat Deutschland um gegenüber Mieter fair zu sein, Rechte von Vermietern so missachtet wird. Ich bin eine Alleinerziehende Frau . Ich bin erst mit 30 Jahren nach Deutschland gekommen. Alle dieser Jahre habe ich hart gelernt und gearbeitet. Meine Tochter und ich haben auf Vieles verzichtet, damit ich neben meiner kleinen Rente (750,00 Euro) eine zusätzliche Mieteinnahme habe.
    Seit dem stelle ich fest, wie ein Mieter mit Lügen und Geldgier und ……. mein Leben zur Hölle macht.
    Als Vermieter habe ich kaum Rechten. Wie kann das sein? Ist das die Antwort auf mein Fleiß und Bescheidenheit?
    Ist das die Gerechtigkeit?
    Warum denkt man, dass alle Vermieter reich und alle Mieter arm und hilflos sind?

    Antworten
  9. Sandra E.

    Ich möchte den Lesern gerne von meinen Erfahrungen berichten, da ich in meinem Leben bereits auf beiden Seiten stand. D.h. ich war Vermieter und ich bin Mieter.
    Damals war es seelisch sehr belastend für mich, als ich meine an eine berufstätige Frau vermietete Eigentumswohnung in Freiburg ausdrücklich an KAPITALANLEGER zum Kauf anbot über Makler, da ich es respektierte, dass sie immer eine zuverlässige Mieterin war. Erst zu diesem Zeitpunkt entdeckte ich, dass sie psychisch Krank war und ein Messie (Badewanne voll mit Zigarettenkippen, alle Fenster gelb und kein Durchkommen, weil alles voll Müll stand.
    Eine Interessentin, die sich an den Makler wandte, wollte unbedingt diese Wohnung kaufen für ihre eigene studierende Tochter, obwohl klar vermittelt wurde, dass sie vermietet ist. Sie versprach sehr kulant und großzügig gegenüber der damaligen Mieterin zu sein und ihr viel Zeit zu lassen und bei Wohnungssuche, Umzug etc. finanziell und auch tatkräftig behilflich zu sein und auch psychologische Hilfe zu organisieren. Ich informierte die Mieterin, die damit einverstanden war und dankbar für die angebotene Hilfe und gab mein OK. Über den Makler wurde an die neue Besitzerin verkauft.
    Dann plötzlich ging es los mit Beschimpfungen an mich von BEIDEN Seiten. Die Tochter der neuen Käuferin stalkte mich mit Beschimpfungen am Telefon, warum ich die Mieterin nicht gewaltsam rauswerfe und die Mieterin rief mich ebenfalls täglich an, weil es ständig an ihrer Türe klopfte und beschuldigte mich auf Übelste, dass ich ihr nicht helfen würde. Es waren 2 sehr belastende Jahre für mich voll Bauchweh, bis endlich alle ihren Frieden und ihre Plätze gefunden hatten. Ich selbst möchte nie wieder Vermieter sein. Ich hätte einfach strkt sein sollen, dass ich nur an Kapitalanleger verkaufe (der Erlös war ein Verlust für mich wegen des Messie-Zustandes der Wohnung. Ich habe nie etwas geerbt, sondern als junge Frau schon Tag und Nacht gearbeitet und mir zu wenig gegönnt und zu viel gespart).
    Nun , seit 12 Jahren lebe ich in einer anderen Stadt und bin Mieter einer EG-Wohnung mit Garten und Praxis, in der ich arbeite. Das Souterrain habe ich vor 3 Jahren auf eigene Kosten als Mieter (ca. 15.000 Euro) sanieren lassen, so dass es als Praxis nutzbar wurde. Auch Garten, Vorgarten, Keller, Tore etc. habe ich selbst sanieren lassen, weil der Vermieter kein Geld hatte. Alles wurde immer schöner und gepflegter dadurch, dass ich Mieter war. Nun aber wird das Haus verkauft auch an Menschen mit Eigenbedarf wie mir die Verwaltung mitteilte. Ich lebe hier mit 2 Tieren und einer behinderten Frau, für die ich seit 5 Jahren sorge.
    Wo soll ich wieder einen Platz finden mit Garten für die Tiere, mit Praxis für meine Arbeit und mit Platz für diese behinderte Frau und all dies in einer Großstadt und bezahlbar für mich, die ohne Partner alles alleine finanziert und ein Lebenlang fleißig und sparsam war? Ich bin kaum in Urlaub, höchstens alle 5 Jahre mal für 4 Tage, weil ich für mein Alter vorsorgen wollte und deshalb so bescheiden lebte.
    Wie es weitergeht weiß ich nicht. Streit und Krieg begrüße ich nicht und glaube an gütliche Lösungen. Angst macht es mir aber sehr momentan. Ich habe gelernt, dass es keinen Sinn macht zu sparen und zu viel zu arbeiten. Wir sollten alle einfach froh sein, gesund zu sein und das Leben genießen und uns was gönnen (auch Urlaub!).

    Antworten
    1. Antonio

      Der vermiter meldet eignenbedarf der vermieter besitze im aus 3 wohnungen wobei eins davon leer steht meldet mir eignenbedarf! Frage ist das gerecht?.

      Antworten
      1. mietrecht.com Beitragsautor

        Hallo Antonio,
        hier sollten Sie sich an einen Anwalt wenden oder sich bei einem Mieterverein rechtlich beraten lassen. Eine rechtliche Beurteilung können wir nicht anbieten.
        Die Redaktion von mietrecht.com

        Antworten
  10. Frank

    Es ist eine absolute Frechheit in Deutschland. Seit 31.12.17 bewohnt meine Mieter in illegal meine Wohnung welche ich fristgerecht gekündigt habe. Es handelt sich obendrein um einen gewerblichen Mietvertrag. Welchen Sie ohne Zustimmung umgewidmet hat und nun die Räume zum wohnen nutzt.
    Seit dem 01.01. Campe ich in München am Zeltplatz…

    Antworten
    1. mietrecht.com Beitragsautor

      Hallo Frank,
      in diesem Fall ist es ratsam, sich an einen Anwalt zu wenden. Dieser kann mit Ihnen die weiteren Schritte besprechen. Eine rechtliche Beratung dürfen wir nicht anbieten.
      Die Redaktion von mietrecht.com

      Antworten
  11. Nadine

    Hallo,
    meine Eltern haben eine Eigentumswohnung, da ich nach 1jähriger Suche mit meinem Freund nicht das Richtige gefunden habe, habe sie den Mietern auf Eigenbedarf gekündigt. Diese haben sofort wiedersprochen, da die Frau zu dem Zeitpunkt hoch schwanger war. Nun hat sie das Kind und meine Eltern haben eine erneute Kündigung zum 31.12 ausgesprochen. Meine Eltern haben den Mietern einiges angeboten: Mietverlängerung bis zum 28.02.2019, 2 Wochen kostenlose Nutzung der Wohnung während des Umzuges, keine Renovierung der Wohnung notwendig. Die Mieter sind aber auch nicht da rauf eingegangen und haben dieses Schreiben einfach ignoriert. Jetzt haben sie geschrieben, dass sie eine Wohnung für April nächsten Jahres gefunden hätten. Dies finde ich persönlich viel zu lang. Bin 25 Jahre alt, habe festes Einkommen, möchte mich nebenberuflich selbstständig machen und muss teilweise schon Kunden in meinem Kinderzimmer empfangen.
    Kann man da irgendetwas machen, oder muss ich jetzt wirklich das halbe Jahr noch in meinem Kinderzimmer ausharren?

    Antworten
    1. mietrecht.com Beitragsautor

      Hallo Nadine,
      wir bieten keine rechtliche Beratung an und empfehlen Ihnen und Ihren Eltern sich von einem Anwalt beraten zu lassen. Dieser kann Sie bezüglich aller Möglichkeiten aufklären und mit Ihnen die richtige Vorgehensweise besprechen.
      Die Redaktion von mietrecht.com

      Antworten
    2. Mario

      Wow, zuerst wollen Sie eine junge Familie aus der Wohnung schmeißen und können nun nichtmal bis April warten?
      Stellen sie sich mal vor Ihnen würde das passieren. Aber immerhin leistungslos erben :).

      Antworten
  12. Hella L.

    Es gibt auch Vermieter die während der, noch laufenden, Kündigungsfrist eine Räumungsklage anstrengen. Die Räumungsklage betrifft eine 75 Jahre ältere Dame die innerhalb 6 Wochen zwei schwere Krebsoperationen hatte. Das perfide ist außerdem noch, dieser Dame einen Aufhebungsvertrag anzubieten, obwohl sie sich nach einer anderen Wohnung umsah.
    Es gibt nicht nur auf der Mieterseite rücksichtslose Menschen, sondern auch auf der Vermieterseite. Mobbing und Nötigungen waren Seitens des Vermieters normal.
    Zwischenzeitlich hat die Dame eine andere Wohnung gefunden und überschreitet die Kündigungszeit nur einen Monat.
    Ich kenne beide Seiten, da ich seit ca. 30 Jahren Hausverwalterin bin. Tatsache ist aber auch, dass meist die Mieter die Schwierigkeiten machen.

    Antworten
  13. Waltraud

    Vermieter können ihrem Mieter eine Kündigung wegen Eigenbedarfs aussprechen. Aber nicht jede Eigenbedarfskündigung ist rechtens – Mieter können sich dann wirksam wehren.
    Wir haben auch die Kündigung wegen Eigenbedarf erhalten. Ich darf sagen, zum Glück für uns hat unser Vermieter grobe Fehler in der Kündigung gemacht.
    Wir haben gedacht, wir haben ein gutes Verhältnis zum Vermieter. Jetzt kommt plötzlich ohne Vorwarnung, die Kündigung.
    Ist auch nicht toll, wenn man dachte, man hat die Wohnung gefunden, in der man lange leben möchte. Jetzt muss man wieder eine passende Wohnung suchen, was heute wirklich nicht leicht ist. Außerdem müsste man im Schnitt mind. 200,00 Euro mehr zahlen. Ich kann verstehen, wenn es einen trifftigen Grund gibt, dass Eigenbedarf angemeldet wird. Aber man sollte als Vermieter auch versuchen, die Mieter zu verstehen. Wir werden dies jetzt erst einmal aussitzen. Es tut mir zwar für unseren Vermieter leid, aber “selbstverständlich” bin ich mir und meiner Familie näher. Hätte er vorher mal was gesagt, aber so war das ein richtiger Schock. Zumal ich vor zwei Jahren eine Krebserkrankung hatte, unter der ich immer noch leide. Wir werden den Auszug zwar nur herauszögern können, aber auch das hilft uns erst mal.
    Daher ein Tipp an alle Vermieter, sprecht auch mal mit euren Mietern! Und informiert sie evtl. vorher darüber, dass eure Tochter/Sohn/Enkel probleme mit ihrer eigenen Wohnung haben. Die meisten Mieter werden dann sicher Verständnis haben und man kann sich einigen. Aber so Knall auf Fall, sorry, da regt sich bei mir der Hass auf unseren Vermieter und ich komme ihm sicher nicht entgegen.

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    1. Andrea

      Bei Personen wie dir könnte ich im Strahl kotzen. Vor allem, weil immer die Erkrankung als Grund für asoziales Verhalten vorgeschoben wird. Ich hatte auch eine Kündigung auf Eigenbedarf mitten in meiner Therapiephase und weißt du was ich gemacht habe? Unglaublich aber wahr, ich bin in eine neue Wohnung gezogen. Ohne meinem ehemaligen Vermieter auf den Sack zu gehen und ihm böswillig zu schaden. Warum ich das gemacht habe? Schließlich hat er mir dafür Jahre lang ein Dach übern Kopf gegeben. Du nutzt deine Erkrankung als Rechtfertigung für dein schäbiges Verhalten, das enttarnt dich aber mehr und zeigt welch Geistes Kind du bist.

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  14. E.A. S.

    Pro und Contra – Mieter und Vermieter
    Wird eine Eigenbedarfskündigung ausgesprochen, können Mieter schon mal zu unangenehmen Streithammeln werden. Das ist zunächst nachvollziehbar. Besonders, wenn eine solche Kündigung unverhofft in den Mieterhaushalt platzt. Wird eine solche Kündigung jedoch im Vorfeld Monate vorher angekündigt, ist ein Verständnis für ein unverschämtes Streitverhalten sicherlich gering. Doch für alles kann es Gründe geben.
    Als Vermieter haben wird unser Mieterpaar fünf Monate vorher auf die nahende Kündigung vorbereitet. Eigenbedarf wegen Anspruch auf Altersruhesitz wegen vorgezogenem Ruhestand aus Krankheitsgründen.
    Doch die Mieter hat das nicht interessiert. Sie widersprachen und blieben.
    Fazit: Ein Räumungstitel liegt inzwischen vor. Ein Amtsgerichtsurteil bestätigte die wirksame Eigenbedarfskündigung Ende Februar. Auf Ermessen des Gerichts mit einer Räumungsfrist von Monaten. Jetzt stellen die Nutzer (bisher Mieter) die monatliche “Mietzahlung” ein und werden “rabiat”. Plötzlich ist alles defekt und wird bemängelt. Ein Hausbesetzer-Mieterpaar, dass wild wird und um sich schlägt.
    Beleidigende Mails, eine defekte Herdplatte, die sich als manipuliert entpuppt, weil nur die Sicherung des Herdes wegen Falschpolung des Anschlusskabels ausgelöst worden ist, Ameisenstraßen, die es nicht gibt, bemängelte Wegbeleuchtungen, aus denen die Leuchtkörper entfernt wurden, Schimmel in der Dusche, weil Kalk nicht entfernt/bereinigt wurde (Kalk stört uns nicht, aber Schimmel, so hieß es) und Totholz in den Bäumen eines Waldgrundstückes sowie Stolperfallen auf Gehweg und Stellplatz durch Wurzelbildung der Bäume auf diesem Waldgrundstück. Ein Baum ist zwischenzeitlich derart stark morsch, dass er gefällt werden muss. Eine erste Fällgenehmigung wurde durchs Amt nicht genehmigt, weil die Baumprüfung dafür keine Merkmale erkannte. Inzwischen ist der Baum wie durch ein Wunder aber doch so morsch, dass er gefällt werden muss. Im Zwiesel sind Einstiche. Wie das?
    Allen Einwänden gegen Vermieter zum Trotze: Mieter können Vermietern die Hölle machen. Und das jahrelang, weil die Gesetzgebung eher mieterfreundlich urteilt. Langsam ändert sich da was. Aber eben nur sehr langsam. Mieter, die selbst nach Räumungsurteil nicht ausziehen sind Hausbesetzer und müssen die Zwangsräumung akzeptieren. Wir möchten unseren Altersruhesitz im eigenen Haus begründen. Nahe zu medizinischen Einrichtungen, die das Alter ärztlich zufriedenstellend begleiten können.
    Wir sind keine Wohnungsbaugesellschaft, wir sind keine Spekulanten oder Anleger. Wir sind nur ein älteres Paar, dass sich vor Jahren ein Haus gekauft hat, um zusätzlich rein finanziell fürs Alter vorzusorgen. Jetzt sogar nur selber dort einziehen wollen.
    Vermieten? Neeeee….., niemals wieder, liebe Vermieterfeinde unter Euch Mitbürgern……, seht zu, wo ihr mieten könnt. Bei uns niemals wieder. Die Mieten sind zu hoch? Mag sein. Die Kosten für Kleinvermieter aber liegen höher. Immer daran denken: Häuser werden, wenn sie nicht vererbt werden, i.d.R. finanziert. Die Miete deckt häufig nicht mal die Zinsbelastung der Hypothek. So kann die Finanzierung für Kleinvermieter zum Kraftakt werden. Eben zum Wohle von Mietern, die das Risiko nicht tragen müssen. Immobilienbesitz dient häufig zur Altersvorsorge. Vermietung wird zum Risiko. Der Verlust der Altersvorsorge droht, wie der Verlust von Wohlergehen und Gesundheit. Zwei Jahre Nervenkrieg und kein Ende. Das ist das Ergebnis einer wohlgemeinten Vermietung an ein Mieter/Hausbesetzerpaar, das seine Möglichkeiten ausnutzt, alle eigenen Vorteile auf Kosten Anderer zu nähren.
    Und jetzt? Schaumermal……. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

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    1. Mario

      “Wird eine solche Kündigung jedoch im Vorfeld Monate vorher angekündigt, ist ein Verständnis für ein unverschämtes Streitverhalten sicherlich gering. Doch für alles kann es Gründe geben. ”
      Viele Vermieter mit eigener Wohnung verlieren den Blick für die Realität. Eine Kündigung “Monate” vorher ist halt, gerade in Großstädten, nicht wirklich hilfreich.Menschen suchen jahrelang mit großem nervlichem Einsatz eine passende Wohnung.
      Die vom Gesetzgeber ermöglichten 3-9 Monate halte ich absurd.

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  15. Iris S.

    Ja, ich bin auch völlig verzweifelt. Meine Eltern haben gekündigt wegen Eigenbedarf und haben den Mietern sogar ein halbes Jahr die Möglichkeit gegeben, auszuziehen und nun passiert nichts. Er will nicht mal mehr die Miete bezahlen während er jetzt noch drin ist. Mein Vater hat eine sehr schwere Krankheit, die sehr zügig immer schlechter wird (MSA-C). Innerhalb von einem Jahr musste er an den Rollator und nun kann er nicht mal mehr damit richtig gehen. Seine jetzige Wohnung ist im 4. Stock. Er ist schon oft die Treppe hinuntergefallen, weil er sich nicht mehr halten kann. Die vermietete Wohnung, in die meine Eltern nun wollen, hat gerade eine Treppe zum Laufen. Der Mieter hat sogar schon oft mitbekommen, wie mein Vater stürzt, doch das scheint ihn nicht zu interessieren. Die Nebenkosten zahlt er auch nicht. Wir helfen ihm beim Wohnung suchen und legen ihm immer wieder Angebote von Wohnungen in der Gegend vor, doch er meinte, dass er schon selbst suche. Er braucht unsere Hilfe nicht, doch wir bezweifeln, dass er selbst sucht. Sicher bekommt er nie mehr eine 120m² Wohnung für 600€ und 50€ Nebenkosten, doch das rechtfertigt nicht sein Benehmen. Er wartet oft bis mein Vater allein ist, weil der sich nicht groß alleine helfen kann und beschimpft ihn schlimm. Ein Anwalt kostet immer ein Haufen Geld, dann die Gerichtskosten etc.

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  16. Elis.l

    Hallo liebe Leute. Ich möchte euch meine situation schildern . Meine Vermieterin ist nach einem halben jahr nach meinem Einzug verstorben . Nun hat der Sohn das Haus mit mir als Mieterin verkauft . Ich kannte den neuen Besitzer noch nicht mal da klingelte es an der Tür und meine Tochter öffnete . Der neue Besitzer überreichte ihr wortlos die Eigenbedarfskündigung mit einer Frist von 6 Monaten . In der Folgezeit habe ich die Monate verbracht in ganz Deutschland eine zumutbare und bezahlbare Wohnung zu finden . 2 wochen vor kündigungsfristende konnte ich einen Mietvertrag unterschreiben , der aber erst am 1.Aug.2019 beginnt. Nun sagte ich das ich bitte bis 12. Juli in der Wohnung bleiben darf, da meine tochter schulpflichtig ist und ich von Nrw nach Bayern ziehe . Er ist nur damit einverstanden , wenn wir einen neuen Vertrag machen , der dann 1. Monat gilt …bleiben immer noch 2 wochen wo ich nicht weiss wohin. Das ist ihm egal ..meine tochter soll krank sein und nicht in die Schule gehen . Was sagt ihr dazu ?

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    1. mietrecht.com Beitragsautor

      Hallo Elis.l,
      in diesem Fall raten wir zu einer rechtlichen Beratung durch einen Mieterverein. Wir können eine solche leider nicht anbieten und daher das Verhalten des Vermieters in diesem Sinne nicht einschätzen.
      Die Redaktion von mietrecht.com

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  17. Arben

    Hallo, ich habe ein Problem mit den Mietern und zwar wollen sie die Kündigung nicht akzeptieren die ich ihnen zu geschickt habe und somit auch nicht ausziehen. Einzige was ich von ihnen habe ist die Bestätigung das sie die Kündigung erhalten haben. Was kann ich da machen.
    Ich will auf Eigenbedarf einziehen. Bitte um Hilfe
    Herzlichen Dank

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    1. mietrecht.com Beitragsautor

      Hallo Arben,

      Vermieter müssen den Widerspruch gegen eine Kündigung prüfen und wenn die Gründe für diesen nicht vorliegen, kann die Kündigung Bestand haben. Sie sollten allerdings rechtlich prüfen lassen, ob Ihre Kündigung zulässig ist. Wir können dies leider nicht einschätzen. Im nächsten Schritt bleibt Ihnen die Untersagung der weiteren Nutzung der Mieträume und eine Räumungsklage. Lassen Sie sich von einem Anwalt ausführlich beraten.

      Ihr Team von mietrecht.com

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