Widerspruch: Wenn die fristlose Kündigung von einem Mietverhältnis nicht rechtens ist!

Wie können Sie sich gegen eine fristlose Kündigung wehren?

Fristlose Kündigung: Ein Widerspruch ist laut Mietrecht möglich, wenn besondere Härte vorliegt.
Fristlose Kündigung: Ein Widerspruch ist laut Mietrecht möglich, wenn besondere Härte vorliegt.

Eine fristlose Kündigung muss immer gut begründet sein. Dabei spielt es keine Rolle, ob die fristlose Kündigung vom Mieter oder Vermieter ausgeht. Laut Gesetz ist ein wichtiger Grund eine unabdingbare Voraussetzung dafür, dass die fristlose Kündigung auch wirksam werden kann.

Ist dies nicht der Fall, kann ein Widerspruch für eine fristlose Kündigung von einem Mietverhältnis unter Umständen gute Aussichten haben. Aber auch andere Fehler von der kündigenden Partei können einen Widerspruch rechtfertigen.

Wann ein Widerspruch für eine fristlose Kündigung von einem Mietvertrag erfolgreich sein kann, erläutert Ihnen der nachfolgende Ratgeber.

Fristlose Kündigung vom Mietvertrag: Widerspruch durch den Mieter

Bei sehr kniffligen Fällen einer fristlosen Kündigung empfiehlt es sich im Regelfall, einen Anwalt um Unterstützung zu bitten.

Im Allgemeinen kann jedoch festgehalten werden, dass das Mietrecht für die fristlose Kündigung einen Widerspruch möglich macht, wenn eine besondere Härte vorliegt. Das betrifft nicht nur den Mieter selbst, sondern auch dessen Familienmitglieder oder Angehörige im selben Haushalt.

Das kann zum Beispiel unter folgenden Bedingungen der Fall sein, wenn …

 

  • … kein gleichwertiger Wohnraum zu zumutbaren Bedingungen verfügbar ist
  • … die Mieterin hochschwanger ist
  • … eine hohe Belastung durch ein anstehendes Examen bevorsteht
  • … das Alter des Mieters schon sehr hoch ist und er dort verwurzelt ist
  • … er schwer krank oder invalide ist
  • … ein Kind dieses Haushalts kurz vor dem Schulabschluss steht und bei einem Umzug die Schule wechseln müsste
  • Selbstmordgefahr besteht

Wichtig ist hierbei, dass der Widerspruch vom Mietverhältnis fristgerecht eingereicht werden muss. Demnach muss für eine fristlose Kündigung, der Widerspruch laut Mietrecht spätestens zwei Monate, bevor der Mietvertrag ausläuft, eingereicht werden. Verweisen Sie hierin deutlich auf den vorliegenden Härtefall.

Außerdem muss einer fristlosen Kündigung im Mietrecht fast immer eine Abmahnung vorausgehen. Ist dies nicht der Fall, kann auch dann ein Widerspruch erfolgreich sein.

Hat Ihnen der Vermieter allerdings aus nachvollziehbaren und wahrheitsgemäßen Gründen gekündigt, ist ein Widerspruch aussichtslos. Auch bei befristeten Mietverträgen, wie beispielsweise bei Ferienwohnungen, hilft im Regelfall kein Widerspruch gegen die fristlose Kündigung vom vorhandenen Mietverhältnis.

Widerspruch – Fristlose Kündigung einer Wohnung: Was kann ein Vermieter tun?

Ein Widerspruch gegen die fristlose Kündigung von einem Mietverhältnis kann vom Mieter oder Vermieter ausgehen.
Ein Widerspruch gegen die fristlose Kündigung von einem Mietverhältnis kann vom Mieter oder Vermieter ausgehen.

Eine fristlose Kündigung im Mietrecht kann vom Mieter und Vermieter ausgehen. Voraussetzung ist jedoch in nahezu allen Fällen, dass diese zuvor in Form einer Abmahnung angekündigt wurde.

Darin muss bereits eine genaue Schilderung des vorhandenen wichtigen Kündigungsgrunds festgehalten sein. Anderenfalls besteht das Recht, gegen die fristlose Kündigung der vom Mietverhältnis Widerspruch einzulegen.

Des Weiteren hat ein Vermieter das Recht auf einen Widerspruch, wenn der Mieter aufgrund eines Mangels der Wohnung, die fristlose Kündigung einreicht, dieser den Mangel aber bereits bei Vertragsabschluss kannte und akzeptiert hat. So steht es in § 536b des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) erläutert.

Aber Achtung: Hat der Vermieter einen Mangel wissentlich und bewusst vor dem Mieter verschwiegen, gilt diese Regelung nicht. So steht in § 536d BGB:

 

Auf eine Vereinbarung, durch die die Rechte des Mieters wegen eines Mangels der Mietsache ausgeschlossen oder beschränkt werden, kann sich der Vermieter nicht berufen, wenn er den Mangel arglistig verschwiegen hat.

Ist dies der Fall, kann der Erfolg im Widerspruch für die fristlose Kündigung von einem Mietverhältnis fast immer ausgeschlossen werden, wenn ein Vermieter diesen einreicht.

Bildnachweise: istockphoto.com/ ISerg, istockphoto.com/ Nastia11

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